Ale ist die ursprüngliche international allgemeine Bezeichnung für Bier. In den meisten Ländern werden heute die obergärigen Biere als Ale und und die untergärigen als Lager bezeichnet.

Ale´s werden nochmals unterteilt in die Bierstile:

  • Mild Ale hell: wenig gehopft, sehr süß
  • Pale Ale hell: hopfenbetont, kaum Restsüße
  • Brown Ale: sehr dunkel, malzbetont, wenig gehopft
  • Heather Ale: schottischer Stil, Verwendung von Heidekraut
  • Strong Ale: Starkbier

INDIAN PALE ALE (IPA) wurde im 19. Jahrhundert in England und Schottland für die indischen Kronkolonien gebraut.

Laut einer Legende haben britische Brauer das Bier für die in Indien stationierten Soldaten erfunden. Damit das Bier auf der langen Schiffsreise in die fernen Kolonien nicht verdirbt, wurde der Alkoholgehalt verdoppelt und eine Extra-Ladung Hopfen hinzugefügt. In Indien sollte das Bier dann mit Wasser verdünnt werden, worauf die meisten Soldaten aber verzichteten.

Eine fruchtige Note ist charakteristisch für diesen Stil.

Beim PORTER und STOUT handelt es sich in der Regel um obergärige Schwarzbiere. Historisch gesehen wurde die Bezeichnung Stout für ein besonders starkes Porter verwendet. In der heutigen Craft Beer-Szene vermischen sich die Bierstile indem IMPERIAL PORTER oder MILD STOUTS gebraut werden.

Die Ursprünge des BELGISCHEN BIERES gehen zurück bis aufs Mittelalter. Damals wie heute brauten vor allem die belgischen Klöster Bier, um durch den Bierverkauf die Ausgaben des Klosters zu finanzieren. Heute ist Belgien dafür bekannt die meisten Biersorten weltweit zu haben. Der Grund dafür ist das 1919 erlassene „Vandervelde-Gesetz“. Dieses besagt, dass in belgischen Bars der Verkauf von Spirituosen verboten ist. Dadurch ist das Interesse an hochprozentigem Bier angestiegen. Die Brauer brauten daher immer stärkere und speziellere Biere, um der Nachfrage gerecht zu werden. Auch wenn das Gesetz mittlerweile abgeschafft wurde…. die Vielfalt ist geblieben.

WEIZEN, auch WEIßBIER genannt, hat durch den Einsatz der obergärigen Hefe ein wesentlich breiteres Spektrum an Aromastoffen. Es sind vor allem fruchtige Geruchs- und Geschmackseindrücke, die je Typ an Bananen, Zitrusfrüchte oder auch an Äpfel oder Nelken erinnern. WIT ist ein belgischer Bierstil bei dem Orangen und Koriander mit in den Lagertank gegeben werden.

FRUCHT- und GEWÜRZBIERE werden unter Zugabe von frischen Früchten oder Gewürzen gebraut. Ganze Kirschen wie im belgischen Kriek oder Waldhonig im historischen Honigbier ergeben auch außerhalb des Reinheitsgebots interessante Kreationen.

Als LAGER bezeichnet man alle untergärig vergorenen Biere. Ein PILS ist die Bezeichnung für ein helles und hopfenbetontes untergäriges Bier.